Gründung

Im September 2002 fand in Steckby eine Klausurtagung zu den Perspektiven des Vogelmonitorings in Deutschland statt. Mitarbeiter und Spezialisten aus den Fachbehörden der Länder, des Bundesamtes für Naturschutz, des Bundesumweltministeriums sowie der mit Monitoring befassten Arbeitsgruppen und Verbände waren der Einladung der Länder-AG der Vogelschutzwarten und des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten gefolgt. Die Tagungsteilnehmer verabschiedeten die sogenannten "Steckbyer Ziele und Grundsätze" [99 KB] zum Vogelmonitoring in Deutschland, in denen unter anderem festgestellt wurde, dass wissenschaftliches Niveau und die Langfristigkeit eines Vogel-Monitorings in Deutschland durch eine unabhängige Institution gesichert werden muß. Vorbild ist dabei der British Trust for Ornithology, der seit Jahrzehnten auf Basis einer Stiftung sehr erfolgreich Vogelmonitoring in Großbritannien organisiert.

Gründung Stiftung DRV-Präsident Dr. Hans-Günther Bauer unterzeichnet die Gründungsurkunde gemeinsam mit dem Stiftungsrats- vorsitzenden Dr. Kai Gedeon (li.).
Durch intensive Vorbereitung und Zusammenarbeit aller Beteiligten war es am 16. August 2003 dann soweit: am Rande der Tagung der Europäischen Ornithologen-Union in Chemnitz trafen sich mehr als 80 Ornithologen aus ganz Deutschland, um in feierlichem Rahmen die Stiftung Vogelmonitoring zu gründen. Zu den Gästen gehörten Vertreter der nationalen und regionalen Ornithologen- und Vogelschutzverbände, der Vogelwarten, der Staatlichen Vogelschutzwarten und des Bundesamtes für Naturschutz. 37 vogelkundliche Verbände und Privatpersonen unterzeichneten als Gründungsstifter das Stiftungsgeschäft; weitere kündigten ihren baldigen Beitritt zur Stiftung an, die zunächst vom Dachverband Deutscher Avifaunisten treuhänderisch verwaltet wird.

Erfreut nahmen die versammelten Ornithologen das Angebot von Prof. Heinz Sielmann auf, als eines der ersten gemeinsamen Projekte der Heinz-Sielmann-Stiftung und der Stiftung Vogelwelt Deutschland, die Erarbeitung eines bundesdeutschen Brutvogelatlas in Angriff zu nehmen. In weiteren Grußworten machten sowohl Frau Annette Doerpinghaus (Bundesamt für Naturschutz) als auch Dr. Hans-Günther Bauer (Deutscher Rat für Vogelschutz) und Prof. Franz Bairlein (Deutsche Ornithologen-Gesellschaft) deutlich, wie bedeutsam ein gestärktes Engagement im Vogelmonitoring ist und welch großer Meilenstein die Stiftungsgründung deshalb ist. Prof. Jeremy Greenwood (British Trust for Ornithology) und Dr. Niklaus Zbinden (Schweizerische Vogelwarte Sempach) überbrachten Grüße ihrer Einrichtungen und betonten, wie wichtig es ist, Visionen zu entwickeln, um die feldornithologische Arbeit voranzutreiben. Dr. Klaus Witt, langjähriger Vorsitzender des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten, gab einen sehr persönlichen Bericht über die Entwicklung der deutschen Avifaunistik in den letzten Jahrzehnten.

Zum ersten Vorstand der Stiftung bestimmten die Gründungsstifter Dr. Kai Gedeon (Vorsitzender), Wolfgang Mädlow (Stellvertreter), Dr. Ommo Hüppop, Hartmut Meyer und Dr. Christoph Sudfeldt.

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